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Vorsorge

Bestattungsvorsorge – was Sie zu Lebzeiten regeln können

Lesezeit ca. 7 Minuten · Stand: April 2026

Über den eigenen Tod zu sprechen, fällt schwer. Und doch berichten Angehörige nach einer Trauerfeier immer wieder dasselbe: „Wir wussten nicht, was er gewollt hätte." Wer Bestattungsvorsorge trifft, nimmt den eigenen Angehörigen eine große Last ab – organisatorisch, finanziell und emotional. Dieser Artikel zeigt die drei zentralen Bausteine der Bestattungsvorsorge und wie sie sinnvoll kombiniert werden.

Warum Vorsorge? – Drei gute Gründe

1. Die Bestattungsverfügung

Eine Bestattungsverfügung ist ein schriftliches Dokument, in dem Sie festlegen, wie Ihre Bestattung ablaufen soll. Sie ist formfrei, also an keine notarielle Form gebunden – eine handschriftliche Unterschrift mit Datum reicht aus. Wichtig ist, dass sie im Ernstfall auch auffindbar ist: Legen Sie sie nicht ins Testament (das oft erst Wochen später geöffnet wird), sondern zu den persönlichen Unterlagen oder hinterlegen Sie sie bei einer Vertrauensperson oder Ihrem Bestatter.

Inhalte einer Bestattungsverfügung

Die Bestattungsverfügung allein regelt keine Kosten – sie beschreibt nur, wie die Bestattung aussehen soll. Für die finanzielle Seite kommen die beiden folgenden Bausteine ins Spiel.

2. Der Bestattungsvorsorgevertrag

Beim Bestattungsvorsorgevertrag legen Sie gemeinsam mit einem Bestatter Ihrer Wahl alle Details und Kosten Ihrer Bestattung zu heutigen Preisen fest. Der Bestatter erstellt ein verbindliches Angebot, Sie unterschreiben es – und die Kosten sind fixiert.

Wie ist das Geld geschützt?

Das entscheidende Sicherheitsmerkmal: Der Vorsorgebetrag darf nicht beim Bestatter verbleiben, sondern wird auf ein insolvenzsicheres Treuhandkonto eingezahlt. Bundesweit etabliert ist die Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand AG, an der auch viele regionale Bestatter angeschlossen sind. So ist Ihr Geld auch dann sicher, wenn das Bestattungsinstitut irgendwann nicht mehr existieren sollte.

Vorteile

3. Sterbegeldversicherung

Eine Sterbegeldversicherung ist eine spezielle Kapitallebensversicherung mit kleiner Versicherungssumme (meist 3.000 bis 15.000 Euro). Sie zahlt im Todesfall einen festen Betrag an die Hinterbliebenen aus.

Für wen geeignet?

Worauf achten?

Wie sich die Bausteine kombinieren lassen

Besonders bewährt hat sich die Kombination aus Bestattungsverfügung + Vorsorgevertrag: Die Verfügung beschreibt Ihre Wünsche, der Vertrag beim Bestatter fixiert die Umsetzung und die Kosten. Ergänzend kann eine Sterbegeldversicherung sinnvoll sein, wenn noch keine Rücklagen vorhanden sind.

In fünf Schritten zur persönlichen Vorsorge

  1. Nachdenken: Was ist mir für meine eigene Bestattung wichtig? Worüber möchte ich nicht, dass meine Angehörigen entscheiden müssen?
  2. Aufschreiben: Verfassen Sie eine handschriftliche Bestattungsverfügung.
  3. Beraten lassen: Vereinbaren Sie ein unverbindliches Vorsorgegespräch bei einem ortsansässigen Bestatter.
  4. Absichern: Schließen Sie einen Vorsorgevertrag mit Treuhandeinzahlung ab – oder wählen Sie eine Sterbegeldversicherung.
  5. Informieren: Teilen Sie mindestens einer Vertrauensperson mit, dass und wo Sie vorgesorgt haben.

Unverbindliches Vorsorgegespräch

Wir nehmen uns gerne Zeit, um in Ruhe Ihre Wünsche zu besprechen – bei Ihnen zu Hause oder in unseren Räumen in der Flußgasse 16, Bammental.

+49 6223 5192

Quellen

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